WLAN-Hotspots ersetzen New Yorker Telefonzellen

Kostenlos und schnell surfen. In diesen Genuss sollen die Einwohner und Touristen von New York City bereits ab dem nächsten Jahr kommen. Tausende Telefonzellen werden modernisiert und an die Anforderungen der digitalen, kurzlebigen Neuzeit angepasst.

Kostenloses WLAN für alle

Ab nächstem Jahr soll es an gut 10.000 WLAN-Stationen in New York City möglich sein, mit dem Smartphone oder Tablet online zu gehen. Bereits heute bietet die Metropole in einigen Parks sowie im Stadtviertel Chelsea kostenfreien Internetzugang über WLAN an. Neben dem schnellen Internetzugang, der laut “New York Times” bis zu 20 Mal schenller als die in der Stadt regulär verfügbaren Leitungen sein. An den Hotspots können auch landesweite Telefonate geführt sowie auf das Serviceangebot der Stadt zurückgegriffen werden. Der öffentliche Internetzugang ist in einem Radius von 60 Metern um die umgebauten Telefonzellen für bis zu 250 Geräte gleichzeitig realisierbar.

Der Umbau beläuft sich schätzungsweise auf 200 Millionen Dollar, der durch den Verkauf von digitalen Werbeflächen finanziert werden soll. Zudem sollen 150 neue Jobs geschaffen werden. Der Ausbau der Breitbandzugänge soll “helfen, den digitalen Graben zu schließen”, so Maya Wiley, Beraterin von Bürgermeister de Blasio. Mit “digitalem Graben” sind vor allem Afroamerikaner und Latinos gemeint, die meist mehr als andere gesellschaftlichen Gruppen auf einen mobilen Internetzugang via Handy und Smartphone angewiesen sind.

Ähnliche Projekte auch in Deutschland

Auch in mehreren deutschen Städten gibt es ähnliche Projekte. Allen voran soll Hamburg Pionierarbeit leisten. Der Senat der Hansestadt plant im übernächsten Jahr das öffentlich-kostenlose Angebot von WLAN-Hotspots. Am anderen Ende der Republik kann bereits seit 2013 in der Pforzheimer Innenstadt kostenlos mit dem Smartphone gesurft werden. Auch in Berlin gibt es ähnliche Überlegungen.